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Zwei neue Gesichter und eine Spende

31 Stimmberechtigte fanden am Dienstagabend den Weg zur Kirchgemeindeversammlung von Evangelisch Müllheim

Die neue Behörde der Evangelischen Kirchgemeinde Müllheim (vlnr): Barbara Riebli, verantwortlich für das Ressort Kind und Kirche; Florian Homberger, Pfarrer; Viviane Wildhaber, Liegenschaften; Helene Nägeli Brügger, verantwortlich für die Senioren und Katechetik; Kurt Schneider, verantwortlicher Pfleger Finanzen; Daniel Münger, Jugendarbeit, und Franziska Gurtner, Kirchgemeindepräsidentin.

(at) «Bei über 50 Personen müssen wir von der Kirche noch ins Kirchgemeindehaus die Versammlung übertragen», merkte eine der Mesmerinnen am Eingang an, als kurz vor 20.00 Uhr immer mehr Besucher den Weg in die Kirche finden. «Ach dich habe ich mit Maske gar nicht erkannt», ist eine immer wieder gehörte Äusserung der Anwesenden. Als um 20.00 Uhr Franziska Gurtner ihre erste Versammlung als Kirchgemeindepräsidentin beginnt, wirkt sie noch etwas nervös. «Die heutige spezielle Sitzordnung ist gar nicht so speziell», erklärte sie den Anwesenden und zeigte auf einer Folie, wie die sehr strenge Sitzordnung im Jahre 1761 gewesen war.
Schweigeminute und zwei neue Gesichter

Anschliessend wurde mit einer Schweigeminute der viel zu früh verstorbenen Ariane Anderes-Greminger gedacht. Sie leitete als Behördenmitglied der Kirche das Ressort Kind und Kirche. An ihre Stelle wurde mit 31 von 31 gültigen Stimmen Barbara Riebli gewählt. Die gelernte Sportlehrerin wohnt seit fünf Jahren mit ihrer Familie in Müllheim. Sie ist seit drei Jahren Vollzeit-Familienfrau. Seit Anfang 2020 ist sie auch Mitglied des «Fiire mit de Chliine»-Teams. Die zweite Personalie ist die neue Leiterin Jugendarbeit. Am 1. September konnte Miriam Weisser die Leitung des Bereiches Kind, Jugend Familie der Kirchgemeinde Müllheim übernehmen. Zur Schweiz habe sie eine besondere Beziehung. Die in Singen am Hohentwiel wohnhafte Weisser hat eine Schweizer Mutter und einen deutschen Vater, wie sie bei ihrer Vorstellung betont.
Grosszügige Spende

Corona brachte nicht nur Negatives. An einem Sonntag fanden die Mesmerinnen eine Kollekte von 4000 Franken vor. Dem anonymen Spender dankte Gurtner nochmals ausdrücklich. In der Annahme, dass es für Personen in Müllheim ist, denen es nicht so gut geht, wird es von Pfarrer Florian Homberger verwaltet. Laut Homberger wurden in diesem Jahr unter anderem acht Taufen, zwei Hochzeiten aber auch 13 Beerdigungen abgehalten.
Geld, Personal und Raum gesucht

Der gleichbleibende Steuerfuss von 19 Prozent bleibt noch im nächsten Jahr. Danach wird eventuell eine Steuerfusserhöhung notwendig, erklärte Kirchgemeindepräsidentin Gurtner und verwies auf das immer kleiner werdende Eigenkapital. Das Budget sieht Ausgaben von 584 903 Franken vor, diesen stehen Einnahmen von 474 800 Franken gegenüber. Dies bedeutet ein budgetiertes Minus von 110 103 Franken. Ein Votant merkte an, dass eine Steuerfusserhöhung erst gesprochen werden könne, wenn die Budgets nicht so daneben lägen. «2019 wurde ein Minus von 100 000 Franken erwartet, dann gab es einen Gewinn von gut 4000 Franken», erläuterte er den Anwesenden. An die Behörde gewandt meint er, dass diese ihre Budgetgenauigkeit verbessern und weniger pessimistisch budgetieren sollte. Sowohl Steuerfuss, Budget 2021 sowie alle übrigen Geschäfte wurden einstimmig gutgeheissen. Auf Frühling 2021 wird ein weiteres Mitglied als Aktuar für die Kirchenvorsteherschaft gesucht. «Wir brauchen jemanden, der unter anderem das Protokoll aber auch administrative Arbeiten erledigen kann», erklärt Gurtner. Daniel Münger, verantwortlich für die Jugendarbeit, sucht für diese ein Materialdepot, da das aktuelle nicht mehr genügend Stauraum hat. Um 21.38 Uhr, als niemand die Umfrage benutzt, schliesst Franziska Gurtner ihre erste Kirchgemeindeversammlung als Präsidentin.

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