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Nostalgie nach Noten

Erster ökumenischer Seniorennachmittag der Saison in Steckborn vermochte trotz Corona zu begeistern

Mit Engagement und einem Augenzwinkern erinnerte das «Nostalgie-Chörli» in Steckborn an die gute, alte Zeit.

(hch) Der ökumenische Seniorennachmittag ist ein Bedürfnis, mehr als 20 Personen haben sich trotz der etwas unklaren Corona-Situation angemeldet, sitzen an grossen, mindestens zwei Meter auseinander stehenden Tischen maximal zu sechst, die meisten Gäste schützen sich und andere mit einer Gesichtsmaske, die sie nur zum Essen und Trinken ablegen. Sie freuen sich auf das «Nostalgie-Chörli». Vor fast 40 Jahren fanden einige Frauen aus Berg im Kanton Thurgau, es wäre schön, zusammen alte, bekannte Lieder zu singen und dazu auch noch die entsprechenden Kleider zu tragen. Und seit damals üben sie zweimal im Monat unter der Leitung von Bea Hori. Tatsächlich erinnert das «Nostalgie-Chörli» optisch an die Zeit vor mehr als 100 Jahren. Kostüme aus Brokat, Seide oder Baumwolle mit langen Röcken, schmalen Taillen, Seidenblusen mit Stehkragen, Jacken oder Gilets mit Stickereien, Hüte mit Federn, Blumen oder Seidenbändern geschmückt, da und dort ein kleiner Schleier, Handtäschchen und kleine Sonnenschirme lassen die Bürgersfrauen aus jener Zeit wieder aufleben. Auch ihr Programm erinnert an die «gute, alte Zeit», animiert zum rhythmischen Mitklatschen oder gar zum Mitsingen. Die Melancholie des «Bajazzo», die Sehnsucht nach der heilen Welt im «Guggerzytli», die Liebeserklärung «De Turgi isch mi Heimat» an das saftige Grün der Wiesen, das silberne Leuchten der Bäche, das blaue Strahlen der Seen. Mit den Stücken «Spiel mir eine alte Melodie» oder «Freut euch des Lebens» beschwören die singenden Frauen eine Zeit, in der Harmonie oder Genügsamkeit das Leben bestimmten. Und vielleicht wünschen sich viele in dieser schwierigen Zeit, dass das «Nostalgie-Chörli» Recht behält, dass nach dem Regen die Sonne wieder scheint, nach dem Weinen alle das Lachen wiederfinden. Das «Nostalgie-Chörli» bietet einen entspannenden und entspannten Nachmittag, ganz, wie es sich die Organisatorinnen gewünscht haben. Trotzdem, die wieder stark aufflammenden Corona-Fallzahlen machen es nicht einfach, eine Veranstaltung in einem Innenraum zu organisieren. Das Vorbereitungsteam der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden habe sich streng an die Gastro-Vorschriften gehalten, betont Margrit Eigenmann. Handschuhe und Mundschutz seien für sie während der Vorbereitung des Anlasses wie auch im Pfarreisaal eine Selbstverständlichkeit. Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken für die Gäste lägen bereit, mit der lockeren Anordnung der Tische könne der notwendige Abstand eingehalten werden, das Programm werde nach einer halben Stunde unterbrochen, um den Saal gut durchzulüften.

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