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Podium: Von der Region für die Region

Acht Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten diskutierten in Steckborn über die Attraktivität am Untersee

Vor vollen Rängen diskutierten acht Kantonsratskandidaten in der Aula Feldbach (vlnr): Linda Hess (SP), Christine Steiger (SP), Timon Egli (CVP), Patrick Siegenthaler (CVP), Tagblatt-Chefredaktor David Angst, Kathrin Widmer (FDP), Monika Ribi (FDP), Roger Forrer (SVP) und Micha Ruh (SVP).

(ol) Die Organisatoren des Podiums, Leo Stäheli, CVP und Otmar Stillhard, FDP, hatten an ihrer Begrüssung betont, dass die Unterseeregion im Kantonsparlament gut vertreten sein sollte. Die vier Ortsparteien CVP, FDP, SP und SVP von Steckborn haben am Mittwochabend zum überparteilichen Podium eingeladen. Die Aula im Sekundarschulhaus Steckborn füllte sich mit rund 80 Gästen. Diskussion und ein bisschen Arena zur Vorbereitung auf die Kantonsratswahlen am 15. März. Acht Kandidatinnen und Kandidaten geben Antworten auf kritische Fragen von Moderator und Chefredaktor der Thurgauer Zeitung, David Angst.

Themen der Kandidaten
Für Timon Egli, CVP, mit 20 Jahren der jüngste Kandidat, der sich vorstellte, hat die Tourismusförderung am See Potenzial. In der Seegemeinde gibt es viele offene Fragen. Patrick Siegenthaler, CVP, Wirtschaftsinformatiker und Schulpräsident von Herdern würde den Tourismus mit Marketingstrategien weiterentwickeln. Für ihn ist die Bildung Thema. Politik sollte im Schulunterricht gefördert und das Interesse früh geweckt werden.
Monika Ribi, Gemeinderätin von Mammern und Schulpräsidentin spricht vom hohen Erwartungs- und Leistungsdruck, dem künftige Generationen in der Arbeitswelt ausgesetzt sein werden. Eine Einheitsgemeinde mache nicht für jede Gemeinde Sinn. In Mammern funktioniere das Modell. Die Diskussion müsste mehr um den Zusammenschluss von Schulgemeinden und Inhalten gehen, sagt Ribi.
Ein Tagesschulangebot ist Kathrin Widmer, FDP, wichtig. Sie will sich zudem für die Wirtschaftsförderung im ganzen Thur­gau und Umweltthemen einsetzen. Linda Hess, SP, bemängelt einen passierbaren Seeweg in Steckborn. Das Angebot eines Fussballplatzes fehle noch immer. Ein Bedarf sei da und die Zeit sei reif für ein Handeln. Hess spricht auch von der Unterstützung, die junge Politikerinnen und Politiker in ihrer Partei erfahren. Ihr ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig.
Wo sich Kandidatinnen am optischen Aussehen von Neubauten in der Gemeinde stören, wollen andere Kandidaten alternative Energien ankurbeln. Windpark in einer Pilotphase testen? «Ja, eigentlich schon vom ökologischen Aspekt her, spürbar sei jedoch der Widerstand», sagt Christine Steiger, SP. Zum Standort Seerücken könne sich kaum jemand bekennen. Steiger spricht von einer nachhhaltig positiven Entwicklung der Raumplanung in Steckborn. Die Ortsplanung und der Werkhof beschäftigt den Steckborner Stadtrat Micha Ruh, SVP, es gehe um mehr Zusammenarbeit mit dem Kanton.
«Von einem gesunden Wachstum», spricht Roger Forrer, SVP. Von seiner reichen Erfahrung als ehemaliger Stadtpräsident könnte die Unterseeregion profitieren, nach neun Jahren Stadtpräsidium von Steckborn kennt Forrer die Schwerpunkte. Schüler von der Schulstiftung der Sonderschule Glarisegg müssten mit dem Taxi je eine Stunde Fahrzeit in Kauf nehmen. Handlungsbedarf sieht Roger Forrer am Beispiel, den öffentlichen Verkehr stärker zu vernetzen. Die Strukturen der Feuerwehr müssten umfangreich analysiert und professionell ausgebaut werden. Zu Angsts Frage nach dem erhaltenswerten Stadtbild, antwortet Forrer: «Viel freies Wiesland und Baulandhortung stellen ein Problem dar». Wenn es kaum Baulandreserven gebe, gehe es kaum mehr um Fragen von «schönen Bauten» oder weniger schönen, sondern mehr um Grundsatzthemen. Die Thurgauer müssten lernen, sich mehr durchzusetzen und weniger «Musterschüler» zu sein.
Beim Apéro fanden unter den Teilnehmern viele weitere persönliche Gespräche statt.

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